Methode: Mit Superheld, Superschurke & Erzfeind das eigene Profil schärfen

Wenn ich im privaten Bereich oder im Rahmen meiner beruflichen Tätigkeit Feedback zu Webseiten gebe, fällt mir häufig auf, wie schwer es vielen fällt das eigene Ich bzw. das Unternehmes-Ich authentisch und aussagekräftig im Internetauftritt wiederzugeben. Oftmals steckt hier dahinter, dass zur ersten Orientierung geschaut wird: Wie machen das denn andere? Was finde ich bei anderen Webseiten gut? Was kann ich für meine Seite übernehmen? Ganz klar, jeder lässt sich irgendwo inspirieren, da ist prinzipiell auch nichts verkehrt dran! Trotzdem halte ich es davor für den wichtigsten ersten Schritt erst einmal auf sich selbst zu schauen, dass eigene Profil klar zu haben, um dann darauf aufbauen zu können. Zu diesem Zwecke setze ich gerne eine Methode ein, die Spaß macht und nebenbei Erkenntnisse über dich selbst bringt.

Gebrauchshinweise

In jedem von uns schlummern mächtige Superheldenkräfte – aber
auch ganz spannende „Superschurken“ Qualitäten. Mit der Methode „Superheld, Superschurke & Erzfeind“ werden diese Eigenschaften der Persönlichkeit auf humorvolle Art und Weise entdeckt und für den kreativen eigenen Webauftritt genutzt.

ALLGEMEINER ABLAUF DER METHODE

1) Eigenschaften sammeln, eigene Ressourcen erkennen
Schreibe auf was du schon über dich und deine Stärken und Schwächen weißt oder frage andere wie sie dich einschätzen. Dabei helfen Fragen wie: Auf welche Eigenschaften kann ich mich gut verlassen? Was von meiner Persönlichkeit hilft mir auch knifflige Situationen zu lösen? Durch welche Eigenschaften stehe ich mir selbst auch mal im Wege? Sammle so viele Eigenschaften wie möglich.
Weitere unterstützende Methoden: Berg-und-Tal Lebenslinie , Fremdbild/Selbstbild

2) Eigenschaften verarbeiten
Die Fülle an gefundenen Eingeschaften solltest du in eine kondensierte Form bringen, durch Clustern, Oberbegriffe finden, Priorisieren (z.B. „diese Eigenschaft ist mir persönlich besonders wichtig“, „diese Eigenschaft offenbart sich häufig“, „diese Eigenschaft ist nach außen stark wahrnehmbar“).

3) Charaktere erschaffen 
Nun werden jedem Charakter (Superheld, Superschurke, Erzfeind) drei Eigenschaften zugeordnet. In der Regel werden Stärken eher dem Superhelden zugeordnet und Schwächen dem Superschurken. Aber es dürfen auch gerne komplexere Charaktere erschaffen werden. Der Erzfeind ist in meinem Verständnis so etwas wie der innere Schweinehund, der mich abhält Dinge zu tun, die ich eigentlich gerne tun möchte. Anschließend bekommen die Charaktere einen sprechenden Namen, der die Eigenschaften noch einmal zusammenfasst z.B. „Das Kreative Superkaninchen mit der Inspirationskanone“. Auch Wunderwaffen, Accessoires und Kostüme helfen dabei euren Charakter möglichst kurz und einprägsam zu beschreiben.  Das hilft besonders beim letzten Schritt, wenn es darum geht den Charakter zu zeichnen.

4) Die Superkräfte nutzen

Zeichne nun mit Hilfe deiner Charaktere drei verschiedene Varianten deiner Webseite/ Webauftritts:

  1. So würde eure Webseite aussehen, wenn der Superheld sie gestaltet
  2. so wenn der Superschurke ran darf
  3. und besonders spannend: so sieht die Variante des Erzfeinds aus.

Auf diese Weise hast du bereits ganz viele Ideen und Nicht-Ideen (vermutlich möchtest du nicht das der Erzfeind deinen Auftritt bestimmt) für einen kreativen und authentischen Webaufritt gesammelt. Falls du bereits einen Webauftritt hast kannst du auch aus Sicht der drei Charaktere auf deine Webseite schauen und diese auf Unstimmigkeiten hin analysieren. Erstaunlicherweise schafft es der Erzfeind nämlich recht häufig auf unsere Internetseiten und sorgt dafür, dass wir viel zu zurückhaltend sind oder die falschen Dinge in den Fokus rücken. 😉

Hier gibt es noch das Arbeitsblatt inkl. Kurzbeschreibung zum Download:

Superheld & Superschurke (PDF)

Seilschaft, Superhelden und Spaziergänger – im 2. Karlsruher Coaching LAB wird Coaching zugänglich für alle*

„Ein Leben ohne Karabinerhaken ist kein Leben“ – diesen spontanen Ausruf kürten wir zum Motto des 2. Karlsruher Coaching LABs und statteten sinngemäß zu Beginn des Events jeden Teilnehmer mit einem persönlichen Karabiner aus. Doch kaum hatte sich unsere „Seilschaft“ gebildet und jeder schon mal seinen „Gipfelruf“ geübt – für den Fall, dass die Veranstaltung die persönlichen Erwartungen erfüllt – wurde sie auch schon wieder gelöst und auf die verschiedenen Coaching Sessions aufgeteilt.

Inspiriert von den weitläufigen Räumen des ZKMs und der einmaligen Atmosphäre der Ausstellung „Open Codes“, welche das Coaching LAB dieses Mal beherbergte, hatten Christa, Anna und Christian drei ganz unterschiedliche Formate entwickelt, die nun in Kleingruppen erprobt wurden.

 
In der „Storytelling“ Session von Christa ging es darum, dass Realität erst dann entsteht, wenn man sie mit jemandem teilt. Der Künstler Markus Nieden (markusnieden.com) teilte seine Geschichte mit der Gruppe, um sich Lösungsideen und neue Perspektiven für sein Anliegen einzuholen, sich und seine Projekte in der Öffentlichkeit sichtbarer zu machen. Um die Ausgangssituation genauer zu beschreiben kam dabei auch ein Exponat der Open Codes Ausstellung zum Einsatz: die interaktive Installation »Phenotypes/Limited Forms« des Fotografen und Filmemachers Armin Linke ermöglichte es die eigene Geschichte mit Bildern zu erzählen und sogar als Leporello auszudrucken.


Christian hielt es bei seiner Coaching Session nicht lange an einem Ort. Er machte mit seiner Coachee einen „Brain Walk“ durch die weitläufigen Lichthöfe des ZKM. Begleitet wurden sie auf dem Weg zu verschiedenen Stationen von einem „Chor“ (angelehnt an das antike Drama), der zunächst beobachtete und später als Sprechchor der Coachee in ungewöhnlicher Weise die persönlichen Ressourcen in Bezug auf das Anliegen spiegelte.


In Annas „Kreativ Session“ erarbeiteten die Teilnehmer ihre Superhelden/Superschurken-Profile und stellten sich darüberhinaus mutig ihrem Erzfeind. Um die Eigenschaften für das persönliche Profil zu entdecken begaben sich die Teilnehmer zunächst auf eine Zeitreise durch ihre wichtigsten beruflichen wie privaten Lebensstationen. Zudem wurden als „Telefonjoker“ Freunde, Bekannte und Verwandte befragt, wo sie die jeweiligen Stärken und Schwächen der Teilnehmer sehen. Zum Schluss wurden die Helden und Schurken auf dem Papier zum Leben erweckt und auf wiedererkennbare Namen getauft.

Zeit für den Gipfelruf: „Yiiiipiiiyayeahhhhh“

Das nächste Karlsruher Coaching LAB wird es voraussichtlich im Juni geben. Bis dahin freuen wir uns über Wünsche, Anregungen und Feedback und eine wachsende Community!
Christian, Anna & Christa

*auch für spontane Museumsbesucher der Ausstellung „Open Codes“ im ZKM Karlsruhe

Rock on & create – Brainstorming Session mit Gregor

„Rock on & code“ ist Gregors Motto! Getreu diesem hat er den Angular Empowerment Club gegründet und bietet seit Januar 2018 dort kostenlose Webinare für Webentwickler an. Nachdem Schulungsinhalte und Webseite schon standen blieb für Gregor noch eine wichtige Frage offen: „Wie mache ich mein Angebot bekannt und baue eine Community auf, die das Projekt mit Leben füllt?“.

Ein Team bestehend aus 6 Ideengebern stellte sich der Herausforderung und generierte mit Hilfe von 4 unterschiedlichen Brainstorming Methoden 100 Ideen in 60 Minuten. Aus dem vielfältigen Pool an Möglichkeiten konnten wiederum die vielversprechendsten Ideen ausgewählt und in leicht umsetzbare nächste Schritte zerlegt werden.

Beim Rolestorming aus der Perspektive von „Walt Disney“ kamen zum Beispiel Ideen heraus, wie man den Webinaraufbau durch Storytelling interessanter gestalten kann, um die Zuschauer für das Thema weiter zu begeistern.

Beim Rolestorming schlüpft man in die Rolle einer bekannten – realen oder fiktiven –Persönlichkeit und versucht aus deren Perspektive auf neue Lösungsideen zu kommen. Grafik: Auswahl aus meiner Rollenkärtchen Sammlung.

Fazit: Brainstorming macht Spaß, erfordert keinen großen zeitlichen, räumlichen oder materiellen Aufwand, stärkt und bildet Teams und hilft dabei neue Perspektiven zu finden.

 

Der Kurzworkshop „Brainstorming“ (2,5 Stunden) ermöglicht es nicht nur auf neue Ideen zu kommen, sondern gibt den Teilnehmern mehrere kleine Kreativ-Tools an die Hand, die sie leicht auch auf andere Fragestellungen anwenden können. Das Brainstorming wird von mir moderiert und angeleitet, sodass der Fokus trotz aller kreativen Freiheiten nicht verloren geht. Die Methodenauswahl wird auf die Fragestellung abgestimmt. Es werden sowohl „stille“ Techniken als auch Gruppenaktivitäten eingesetzt, sodass nicht nur die bekannten Wortführer Ideen einbringen, sondern das ganze Team beteiligt ist.

 

Bevor es mit dem Ideen sammeln losgeht, schwören wir uns mit dem Kreativitätspakt ein und schaffen so den Raum für freies Denken.

 

Karlsruher Coaching LAB

Am 22. November 2017 starten wir das erste Karlsruher Coaching LAB mit einem Feierabend Event im Perfekt Futur (Alter Schlachthof Karlsruhe).

Bereits 2016 hatten Christa Becker-Binder und Christian Hoffstadt die Idee eines Karlsruher Coaching LABs. Sie wollten einen Ort finden in dem unterschiedliche Menschen sich treffen können, um Coaching kennenzulernen, neue Methoden auszuprobieren und diese gemeinsam weiterzuentwickeln.

Gemeinsam fingen wir 2017 an dieser Idee ein Gesicht zu geben in Form von Logo, Farbkonzept und Webseite (http://karlsruher-coaching-lab.de/). Dabei stellten wir fest, dass es einige Schnittmengen zwischen unserer jeweiligen Arbeit gibt, neben der Tatsache das sowohl Designer als auch Coach immer viele viele Fragen und Nachfragen stellen. So ist  – vereinfacht gesagt – das Coaching im Unterschied zur Beratung ebenfalls ein von Beginn an ergebnisoffener Prozess. Der Klient der ein bestimmtes Anliegen (z.B. zu seiner beruflichen Situation) mitbringt wird dabei begleitet eigene Lösungen zu entwickeln und seine persönlichen Entscheidungsweg/e zu finden. Dabei werden je nach Anliegen unterschiedliche Methoden eingesetzt, die zum Perspektivenwechsel oder zur Selbstreflexion anregen.

Am 22.11.2017 geht das Karlsruher Coaching LAB mit einer Veranstaltung zu dritt an den Start. Neben einer Coaching Session wird es parallel eine Kreativ Session geben, die ich gestalten werde. Wir freuen uns auf einen tollen Abend!

Dabei sein und mitmachen:
https://www.xing.com/events/karlsruher-coaching-lab-1875037

Auf dem Laufenden bleiben:
https://www.xing.com/communities/groups/karlsruher-coaching-lab-e87f-1099749

PyConDE 2017 – eine Konferenz mitgestalten

Bei der diesjährigen PyCon2017 unterstützte ich das Organizers Team bei der Gestaltung und Umsetzung verschiedener Konferenz-Materialien wie Sponsorenflyer, Programmplan (Programmheft als Karlsruher Stadtplan), Rollups und Poster. Auf den ersten Blick kein ungewöhnlicher Auftrag und doch für mich ein besonders schönes Projekt.

Zum einen liegt das an dem hoch-engagierten, bunten, kollegialen, betriebsamen, agilen und  konstruktiven PyConDE Team, in das ich sogleich voll integriert wurde.

Und zum anderen daran, zu sehen was aus dem geworden ist was ich mitgestaltet habe, da ich die Möglichkeit hatte selbst die Konferenz zu besuchen. Zu beobachten, wie der Programmplan ausgepackt, beschrieben, geknickt und in Hosentaschen gesteckt wird ist das beste Feedback das ich als Designerin kriegen kann!

Zudem hatte ich eine Menge Spaß, viele tolle Gespräche und  ich habe eine weltoffene, fröhliche und inspirierende Python Community kennengelernt – ich freue mich auf nächstes Jahr!

change – Veränderungsprozesse gestalten

Seit 2016 gestalte ich den Webauftritt und die Geschäftsausstattung von Dr. Christian Hoffstadt, der als selbstständiger Berater und Coach tätig ist. Was mit einer kleinen „Grundausstattung“ begann wächst mit den gemeinsamen kreativen Ideen weiter. So konnten wir zuletzt eine kleine YouTube Serie produzieren, die seine Arbeit für Interessierte, Kollegen und Kunden anschaulich erklärt.

Tätigkeiten:

  • Logodesign & professionelle Geschäftsausstattung (Visitenkarten, Flyer, Briefpapier, Keynote Vorlage)
  • Webdesign & -programmierung (individuelles WordPress Theme basierend auf Bootstrap) der Seite www.think-do-change.de
  • Infografiken und Foliendesign für Vorträge u.a. zum Thema „Agiles Unternehmen“
  • Videoproduktion „rough cuts“ für den YouTube channel
  • Fotografien: Startseite und Profilseite; verschiedene Beitragsbilder für das Blog