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Design Emergency – Erste Hilfe für gewachsene (Software-) Welten

Schneidet man das Interface einer über die Jahre hinweg gewachsenen Software auf, so lassen sich dort so etwas ähnliches wie Baumringe finden: Designspuren die vom Wachstum des Produktes erzählen. Aber man muss nicht einmal die Software auf diese Weise sezieren, Alterserscheinungen treten an alle möglichen Stellen auf. Aber am deutlichsten treten die Probleme beim Nutzer hervor, der mit der Software arbeitet. Für mich ein klarer Fall von Design Emergency! Was es mit diesem Phänomen auf sich hat und wie man es proaktiv angehen kann, davon handelt mein neuester Gastbeitrag im t2informatik Blog.

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Infografik: Agile Meetups

Die folgende Infografik ist mein Ergebnis der zweiten Iteration des Booksprints “Perspektiven der Agilität“*. In der ersten Iteration hatte ich bereits einen Essay über agile Lernräume geschrieben und parallel die Befragung von agilen Meetups in Deutschland gestartet. Nun hatte ich Gelegenheit in 2,5 Tagen die Ergebnisse auszuwerten und in grafische Form zu bringen.

Die Infografik ist als eine Landkarte zum Thema “Agile Meetups”  zu verstehen. Ähnlich wie die ersten Kartografen habe ich das Gebiet  zu Fuß und ohne große Hilfsmittel beschritten und meine Beobachtungen aufgezeichnet. Die Beschreibungen zu Merkmalen und Ausprägungen können als Orientierungspunkt dienen z.B. für Agilisten, die eine eigene Initiative starten wollen oder für Organsiatoren, die ihre Formate kontinuierlich weiterentwickeln.

Darüberhinaus freue ich mich wenn die “weißen” Flecken, die ich nicht begehen konnte weiter aufgedeckt werden. Wenn du ein agiles Meetup organisierst, das hier nicht auftaucht, dann würde ich mich freuen wenn wir uns vernetzen, damit die Grafik genauer wird.


* Den Booksprint “Perspektiven der Agilität” organisiert das Karlsruher Coaching LAB in Zusammenarbeit mit dem ZKM Karlsruhe. Bei dem Format geht es darum gemeinsam in kürzester Zeit ein Buch zu schreiben. Die Teilnehmergruppe organisiert sich dabei selbst und bestimmt z.B. Themen, Art der Veröffentlichung, Prozesse der Zusammenarbeit. Teilnehmen kann jeder der sich für das Thema interessiert, die Gruppe setzt sich immer wieder neu zusammen. Eine Iteration drei ist angedacht. Mehr Infos gibt es unter: www.agile-booksprint.de

monozukuri – Making Of eines 4h Startups

Ein kleiner Einblick wie man in ca. 4h pro Monat mit einem verteilten (Amsterdam/ Karlsruhe), interdisziplinären (Spieleforschung, Design, Coaching) Team ein gemeinsames Buch-Projekt realisiert.

Auszüge aus meinem Tagebuch:

3.Mai 2018 In einer Amsterdamer U-Bahn Station: auf Taubenscheiße blickend entsteht die Idee für unser Buchprojekt “monozukuri”.

Als freie Kreative habe ich ein Herz für Gestaltungsprozesse abseits der institutionalisierten Wege. Die Lust am Gestalten des Gestaltenswillen, der Flow, das Experimentieren, die freie Entfaltung, das Reflektieren. Aber ich kenne es auch dem Alltag zu erliegen, in dem eher der Kreativitätsszwang als die Kreativitätslust überwiegt. Nun, auf dieser Bank in der U-Bahn Station stelle ich fest, dass ich auf Gleichgesinnte getroffen bin, die es vermögen kreative Freiräume zu erdenken und zu beleben und wir fragen uns wie wir daraus ein Buch machen können. Unsere Idee: Wir möchten kleine Übungen entwickeln, die diesen kreativen Freiraum zugänglich und erlebbar machen.

01. Juni 2018 – Live Testing

Wir testen unsere ersten Übungen für das Buch an uns selbst. Christian H. und ich in Karlsruhe – Christian R. in Amsterdam ist per Facetime zugeschaltet. Ich erstelle in 14:22 Minuten eine Skulptur zum Thema “Revolution” aus Büroklammern und frage mich, ob es für mich in Frage käme Revoluzzerin zu sein. Was bedeutet für mich Revolution? Für mich hat das Thema viel mit Symbolik und großen Gesten zu tun – ich forme eine Metal Faust aus Büroklammern. Am Rande sehe ich im Bildschirm wie Christian in Amsterdam gerade Pfeffer auf seine Skulptur streut, um seinem Revolutionsbild die letzte Würze zu verleihen. Wenn das nicht revolutionär ist…

20.Juli 2018 – Sind wir bald da?

Mittlerweile haben wir 12 Methoden getestet, überarbeitet und in unserer rudimentären WordPress-Seite katalogisiert und verschlagwortet. Immer wieder steht die Frage (im virtuellen) Raum: “Was machen wir jetzt eigentlich damit?”. Ich finde es schon beachtlich was wir in kurzer Zeit entwickelt haben.  Aber hört förmlich wie die Luft langsam ausgeht; andere Projekte, Familie, der Alltag, die Arbeit verdrängen nach und nach die Leichtigkeit im monozukuri Team.

8. November 2018 – Wir machen Druck.

Das Ding braucht eine Form, sonst wars das vielleicht! Das Ding muss gedruckt werden! Wir fassen das Ziel die erste gedruckte Monozukuri Ausgabe als Weihnachtsgeschenke zu verteilen. Auf einmal geht alles ganz schnell und mit gewohnter Leichtigkeit von der Hand. Alle packen mit an das Buch “rund” zu machen. Schließlich sind alle Texte da, wir haben mehr als genug Material als auf die 30 Seiten A6 Format passen für das wir uns entschieden haben. Das Layout, das Design, die Grafik entwickelt sich fast von selbst (da wir noch tolle Unterstützung von Julie fürs Logo bekommen). Geilo!

4. Dezember 2018 – Geschafft!

Christian H.  und ich halten das erste gedruckte monozukuri Exemplar in den Händen – es fühlt sich großartig an! Für Christian R. gibt es vorab nur das Unpacking Video, bevor sich 1/3 der Büchlein auf den Weg per Paketpost macht.

 

24. Dezember 2018 – Unterm Weihnachtsbaum

Die letzten Exemplare liegen unterm Weihnachtsbaum und freuen sich darauf als Überraschung ausgepackt zu werden.

 

Wer keine gedruckte Ausgabe mehr bekommen konnte  findet auf der Webseite www.monozukuri-book.com  alle Übungen und Storys zum Mitmachen. Außerdem wird es 2019 mit monozukuri wie gehabt als 4h Startup weitergehen: Mit neuen Übungen, Inspirierenden Texten und dem Ziel die zweite Ausgabe verlegen zu lassen u.v.m. 

Ein Jahr Karlsruher Coaching LAB

Die Bilderschau zeigt alle Veranstaltungen des Karlsruher Coaching LABs von November 2017 bis November 2018. Deutlich wird die Methodenvielfalt mit der wir Coaching immer wieder erlebbar machen – auch für große Gruppen. Ich freue mich auf viele weitere inspirierende Momente 2019 und bin gespannt wie sich das Karlsruher Coaching LAB weiterentwickelt. Ein bißchen wehmütig bin ich auch, wenn am 06.01.2019 die Open Codes schließt, wo sich so viele Ideen entwickelt haben und ich so viele tolle Menschen getroffen habe. Aber wer weiß was nächstes Jahr so alles passiert!

Frohe Weihnachten und einen Guten Rutsch ins Neue Jahr!

Was ist User Experience Design?

Es ist gar nicht so einfach zu durchschauen, was sich hinter dem Begriff User Experience Design verbirgt. Daher habe ich mich sehr gefreut einen Gastbeitrag zu diesem Thema für das themen-vielfältige t2informatik Blog zu schreiben.

Anhand einer ungewöhnlichen persönlichen Erfahrung zeige ich im Artikel, dass es wichtig ist den Blick auf die gesamte Nutzerreise zu richten, dass wir die Bedürfnisse unserer Nutzer gut kennen sollten und dass eine schlechte User Experience durchaus ernstzunehmende Konsequenzen nach sich ziehen kann. Am Ende gibt es auch noch ein paar Tipps aus der Praxis, wie mit kleinen Mitteln bereits etwas für eine verbesserte User Experience getan werden kann!

Hier geht es zum Artikel:
https://t2informatik.de/blog/prozesse-methoden/weg-frei-fuer-positive-user-experience/

Seilschaft, Superhelden und Spaziergänger – im 2. Karlsruher Coaching LAB wird Coaching zugänglich für alle*

„Ein Leben ohne Karabinerhaken ist kein Leben“ – diesen spontanen Ausruf kürten wir zum Motto des 2. Karlsruher Coaching LABs und statteten sinngemäß zu Beginn des Events jeden Teilnehmer mit einem persönlichen Karabiner aus. Doch kaum hatte sich unsere „Seilschaft“ gebildet und jeder schon mal seinen „Gipfelruf“ geübt – für den Fall, dass die Veranstaltung die persönlichen Erwartungen erfüllt – wurde sie auch schon wieder gelöst und auf die verschiedenen Coaching Sessions aufgeteilt.

Inspiriert von den weitläufigen Räumen des ZKMs und der einmaligen Atmosphäre der Ausstellung „Open Codes“, welche das Coaching LAB dieses Mal beherbergte, hatten Christa, Anna und Christian drei ganz unterschiedliche Formate entwickelt, die nun in Kleingruppen erprobt wurden.

 
In der „Storytelling“ Session von Christa ging es darum, dass Realität erst dann entsteht, wenn man sie mit jemandem teilt. Der Künstler Markus Nieden (markusnieden.com) teilte seine Geschichte mit der Gruppe, um sich Lösungsideen und neue Perspektiven für sein Anliegen einzuholen, sich und seine Projekte in der Öffentlichkeit sichtbarer zu machen. Um die Ausgangssituation genauer zu beschreiben kam dabei auch ein Exponat der Open Codes Ausstellung zum Einsatz: die interaktive Installation »Phenotypes/Limited Forms« des Fotografen und Filmemachers Armin Linke ermöglichte es die eigene Geschichte mit Bildern zu erzählen und sogar als Leporello auszudrucken.


Christian hielt es bei seiner Coaching Session nicht lange an einem Ort. Er machte mit seiner Coachee einen „Brain Walk“ durch die weitläufigen Lichthöfe des ZKM. Begleitet wurden sie auf dem Weg zu verschiedenen Stationen von einem „Chor“ (angelehnt an das antike Drama), der zunächst beobachtete und später als Sprechchor der Coachee in ungewöhnlicher Weise die persönlichen Ressourcen in Bezug auf das Anliegen spiegelte.


In Annas „Kreativ Session“ erarbeiteten die Teilnehmer ihre Superhelden/Superschurken-Profile und stellten sich darüberhinaus mutig ihrem Erzfeind. Um die Eigenschaften für das persönliche Profil zu entdecken begaben sich die Teilnehmer zunächst auf eine Zeitreise durch ihre wichtigsten beruflichen wie privaten Lebensstationen. Zudem wurden als „Telefonjoker“ Freunde, Bekannte und Verwandte befragt, wo sie die jeweiligen Stärken und Schwächen der Teilnehmer sehen. Zum Schluss wurden die Helden und Schurken auf dem Papier zum Leben erweckt und auf wiedererkennbare Namen getauft.

Zeit für den Gipfelruf: „Yiiiipiiiyayeahhhhh“

Das nächste Karlsruher Coaching LAB wird es voraussichtlich im Juni geben. Bis dahin freuen wir uns über Wünsche, Anregungen und Feedback und eine wachsende Community!
Christian, Anna & Christa

*auch für spontane Museumsbesucher der Ausstellung „Open Codes“ im ZKM Karlsruhe